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Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

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SVZ-online: Angler suchen Baumpaten

Lübtheen, den 30.03.2021

Mitglieder des Lübtheener Vereins wollen die Ruten einmal beiseite legen und beherzt zum Spaten greifen.

Sascha Nitsche Die Fische beißen derzeit nicht so gut. Das Wasser im See von Probst Jesar ist noch etwas zu kalt. Außerdem hat der Hecht aktuell Schonzeit. Deswegen wollen sich die Petrijünger vom Angelverein Lübtheen einmal auf andere Pfade begeben und zu Gärtnern werden. Das Ziel: Das Gelände rund um den See soll wieder etwas grüner daherkommen, noch vor dem Ende der Pflanzzeit in diesem Frühjahr wollen die Angler ihren Plan umsetzen und dafür suchen sie nun Baumpaten. Denn die Petrijünger kümmern sich nicht nur um den Schutz und die Hege der Fische, sondern um die gesamte Natur. „Wir sind Angler. Wir sind Naturschützer“, fasst Helge Hübner vom Vorstand des Vereins zusammen.
Die Idee, bei ihrer Aktion auch neue Bäume zu pflanzen, kam den Lübtheenern in der vergangenen Woche. Und das hat einen speziellen Hintergrund: Anfang des Jahres hatten sie ein paar alte, abgestorbene Erlen gefällt. Das traf nicht bei allen Bewohnern von Probst Jesar, das ein Ortsteil von Lübtheen ist, auf bloße Zustimmung. Einige Anlieger des Sees sorgten sich vor allem um große Äste, die nach der Fällung noch auf der dünnen Eisfläche verblieben waren.
„Das haben wir jetzt alles beräumt“, erklärt Helge Hübner, der auch schon verraten kann, welche Bäume er und seine Mitstreiter nun pflanzen wollen: „Obstbäume sollen es sein.“ Die hätten nämlich gleich zwei Vorteile: „Die haben nicht so viel Laub wie die Erlen und sie sorgen mit ihren Früchten auch noch für eine Anregung bei Besuchern des Sees.“
Erster Aspekt ist Helge Hübner dabei ein besonderes Anliegen. Weiß er doch, dass die Biomasse für das Gewässer zu einem Problem werden kann. So hat der Angler, der auch Ausbilder beim Fischereischeinlehrgang in Ludwigslust ist, selbst schon einmal vor ein paar Jahren erleben müssen, wie der See umgekippt ist. Unter anderem die Zersetzung des Laubs hatte dem Gewässer so viel Sauerstoff entzogen, dass die meisten Organismen ausstarben.
So etwas soll nicht wieder passieren. Mit der Biosphäre und der Stadt sei schon alles abgestimmt worden. Die Angler wollen dafür auf alte Obstsorten setzen und freuen sich bereits darüber, dass sich sofort vier Leute dazu bereit erklärt haben, eine Patenschaft zu übernehmen.
Weitere Interessenten können sich bei Helge Hübner persönlich unter der Rufnummer 0172/3878073 melden. Er sowie alle weiteren der mehr als 100 Mitglieder des Angelvereins Lübtheen sind nun einmal gespannt auf die Resonanz auf ihre Initiative. Sie hoffen aber, dass am 1. Mai, an dem die Angelsaison traditionell in vollen Zügen startet, die ersten Erfolge zu sehen sein werden. Und das nicht nur bei Bissen von Fischen.


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